Montag, 2. Oktober 2017

Wolfsbarsch mit gegrillter Aubergine


Eine Sache, die ich anderswo besonders liebe, sind Supermärkte. Durchschlendern, Ausschau halten nach Dingen, die es hier in Deutschland nicht gibt, und sich - wieder daheim angekommen - drüber freuen. Ob das der weltbeste schwarze Assam-Tee von Twinings ist, den ich bei jedem England-Besuch mitnehme oder Duschgel von Le Petit Marseillais aus Frankreich, manche Sachen haben bei mir mittlerweile Kultstatus...
Was ich hier ebenfalls vermisse sind richtig gute Fischtheken, dies ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass München einfach nicht am Meer liegt. Und nachdem auch kleine Supermärke in Südfrankreich eigentlich grundsätzlich über eine solche Fischtheke verfügen, wird im Urlaub natürlich dort besonders gerne fürs Abendessen eingekauft...

Pro Person braucht man

einen Wolfsbarsch
eine halbe Aubergine
Oregano
Salbei
Rosmarin
3 Zitronenscheiben
1 Knoblauchzehe (in Scheibchen)
Salz
Pfeffer

1. Für den Fall, dass man vergessen hat, den Fisch im Laden ausnehmen zu lassen: Bauchschnitt, Innereien entfernen, Bauchraum gut ausspülen und schließlich die Kiemen entfernen. Kostet beim ersten Mal leicht Überwindung, aber ist eigentlich richtig schnell gemacht.

2. Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Fisch trockentupfen, Bauchraum gut salzen und pfeffern und mit Kräutern, Knoblauch und Zitronenscheiben füllen. Aubergine halbieren, tief einschneiden, mit Olivenöl beträufeln und salzen und pfeffern.

3. Fisch und Auberginen zusammen in einer Form bei 180 °C ca. 20 - 30 min in den Ofen geben.

P.S.: Am liebsten mag ich bei Fisch grundsätzlich die Bäckchen, deren Fleisch meiner Meinung nach etwas feiner und buttriger ist als der Rest des Fisches, also den Kopf nicht wegwerfen sondern auf jeden Fall probieren!



Montag, 28. August 2017

Lazy girl Kartoffelgratin


Warum bei mir als erklärtem Kartoffelfeind (denn ich finde Kartoffeln einfach die langweiligste Beilage überhaupt...) plötzlich ein Kartoffelgratin als Rezept auftaucht? 1. Die Kartoffeln heißen so wie ich. 2. Die Kartoffeln sind selbstangebaut auf unserem kleinen Acker, natürlich bio und selbstverständlich handgeerntet. 3. Das ist der beste Kartoffelgratin, den ich je gegessen habe. 4. Nachdem die Kartoffeln nicht geschichtet werden, geht das Ganze auch noch superschnell (daher der unglaublich kreative Titel, is klar oder? :)
Reicht als Argumente, oder?

Für 2 -3 Personen braucht ihr

800 g ungeschälte, überwiegend festkochende Kartoffeln (z.B. Sorte Laura)
300 ml Milch
100 ml Sahne
Thymian
Knoblauch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

1. Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Kartoffeln schälen und in ca. 3 - 4 mm dicke Scheiben schneiden. Milch und Sahne zusammen mit etwas geriebener Muskatnuss, genügend Salz und Pfeffer sowie etwas frischem Thymian aufkochen und auf ca. 3/4 des Ausgangsvolumens reduzieren. Auflaufform mit der Knoblauchzehe einreiben.

2. Die Kartoffelscheiben in die Aufflaufform geben, etwas hin- und her schütteln, damit sich die Scheiben von selbst verdichten (wer hat denn bitteschön Zeit dafür, die noch umständlich in die Form zu schichten?), dann die Milchmischung darübergießen und die Form für ca. 45 min backen.


Donnerstag, 29. Juni 2017

Süßkartoffel-Salat mit Avocado und Radicchio


Soll ich euch was verraten? Am meisten stört mich am Bloggen das Geschreibe dieser Introsätze. Gekocht wird sowieso, ich fotografiere gern, bildtechnisch bearbeitet wird bei mir quasi eh nichts, das Rezept ist schnell getippt, aber dieses Intro? Ich frage mich ehrlichgesagt auch, wer das überhaupt liest, und ob auf oberhip getrimmte Artikel mit inflationär gebrauchten "yeah"s tatsächlich da draußen so gut ankommen, wie es für mich den Anschein hat... Wenn ihr also bis hierher durchgehalten habt, würde mich eure Meinung zu dem Thema unten in der Kommentarbox brennend interessieren...

Heute gibt's für euch jedenfalls einen deli-inspirierten Salat, der sicher beim nächsten Biergartenbesuch eine sehr gute Figur abgeben wird... :)

Für 4 Personen braucht man

ca. 2 - 3 Süßkartoffeln (ca. 1 kg)
150 g Radicchio
2 Avocados
1 Zitrone
1/2 EL Kreuzkümmelsaat
1/2 Koriandersaat
4 EL Sonnenblumenöl
1 Handvoll Minze
1 EL Tahini
Honig

1. Süßkartoffeln schälen und würfeln, Ofen auf 220 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Koriander und  Kreuzkümmel miteinander vermörsern, 1 EL Salz, Zitronenschale und 1 EL Zitronensaft zugeben und mit 4 EL Öl zu einer homogenen Paste verrühren. Paste gut mit den Süßkartoffelwürfeln mischen und alles im Ofen 20 - 30 min backen, dabei gelegentlich wenden. Abkühlen lassen.

2. Radicchio in Streifen schneiden, Avocados entkernen und würfeln, beides mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sich keine braunen Stellen bilden. Minzblättchen ebenfalls in kleine Streifen schneiden.

3. Für das Dressing 1 EL Tahini mit 2 EL Zitronensaft, etwas Honig und ca. 50 ml Wasser verrühren. Süßkartoffeln, Radicchio, Avocados und Minze mischen und mit dem Dressing servieren.



 
 
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